OBEDIENCE
in der Hundeschule Stein!
Obedience bedeutet auf Deutsch GEHORSAM. Ich nenne es die "Hohe Schule der Unterordnung", vergleichbar mit dem Dressurreiten im Pferdesport. Obedience gibt es schon seit 1949(!) und stammt - wie sollte es auch anders sein - aus Großbritannien. Seit 2001 gibt es Obedience auch in Deutschland. Obedience bedeutet Hundeausbildung in Perfektion, wobei das Teamwork im Mittelpunkt steht, eine harmonische Arbeitsbeziehung zwischen Mensch und Hund. Es wird nicht mit Druck gearbeitet. Das zeigt sich am besten in der freudigen, hochkonzentrierten Arbeitshaltung der Hunde und Hundeführer/innen - sich einander "anlächelnd". Wer kann Obedience betreiben?Im Grunde genommen Jeder! Mit jedem Hund, ob groß oder klein, alt oder jung, läufig oder nicht, gehbehindert oder nicht … kann Obedience trainiert werden. Auch für die Hundeführer/innen gilt: alt oder jung, gehbehindert oder nicht, ... Aber: Die Hundeführer/innen haben eine große Aufgabe. Sie müssen sehr diszipliniert, geduldig mit dem Hund und auch ausdauernd sein. Zulassungsvoraussetzung für Prüfungen ist eine bestandene Begleithund-Prüfung und die Zugehörigkeit zu einem Verein. Obedience ist in 4 Leistungs-Klassen eingeteilt: Beginner, OB1, OB2, OB3 Welche Übungen gibt es?(Im Folgenden kürze ich Hundeführer/in mit HF ab.) · Es sind in jeder Klasse immer 10 Übungen zu absolvieren. · Bei den Beginnern kommt eine elfte hinzuAls Beispiel hier die 11 Übungen für die Beginner: 1. Verhalten gegenüber anderen Hunden: Die Teams arbeiten zunächst in einer Gruppe von höchstens 7 Teams. Jedes Team umrundet die anderen, wobei sich jeder einzelne Hund absolut neutral verhalten muss. Aggression gegenüber anderen Hunden führt zum Nichtbestehen dieser Übung. 2. Stehen und Betasten:Hierbei betastet der Ringsteward jeden Hund einzeln. Der Hund muss dabei ruhig stehen bleiben. 3. Gebiss zeigen: Die/der HF zeigt dem Leistungsrichter oder/und Steward das Gebiss des Hundes von allen Seiten. 4. Zwei Minuten Ablegen in der Gruppe mit Sichtkontakt:Die HF stehen 20 Schritte entfernt, den Hunden gegenüber. Ab der Übung 5 beginnen die Einzelübungen: 5. Leinenführigkeit: Hier wird der Hund an loser Leine im Fuß geführt. Im Normalschritt wird nach den Anweisungen des Ringstewards agiert. (Bitte angehen, links, rechts, linksumkehrt, rechtsumkehrt, bitte anhalten ...) 6. Freifolge:Hier werden die gleichen Anweisungen gegeben und durchgeführt wie bei Übung 5. 7. Sitz aus der Bewegung. 8. Kommen auf Befehl: Ausführung: Der Ringsteward gibt dem HF die Anweisung, seinen Hund in einem Quadrat von 3 x 3 Metern, welches mit 4 Pylonen gekennzeichnet ist, in der Mitte abzulegen. Die Leine wird neben den Hund gelegt. Auf Anweisung entfernt sich der HF ca. 15 Schritte in Vorwärtsrichtung vom Hund. Hier stellt sich der HF mit Gesicht zum Hund auf. Auf Anweisung ruft der HF den Hund zu sich. Der Hund muss sofort ohne Zögern kommen und sich gerade vor den HF setzen. Dann gibt der HF das Hörzeichen zur Grundstellung. 9. Zurücksenden zum Platz:Auf Anweisung des Ringstewards wird der Hund vom HF zurück zur Leine im Quadrat (=BOX) geschickt, wo er sich auf Anweisung hinlegen muss. Der HF geht auf Anweisung des Ringstewards zum Hund, wo er ihn auf ein Zeichen sitzen lässt. 10. Apport auf ebener Erde:Der Hund muss einen vom HF ausgelegten(!), nicht geworfenen Apportiergegenstand bringen. 11. Umgang Mensch/Hund:Diese Übung dient der Anregung, dass der Hund am Ende jeder Übung ruhig belohnt wird. Am Verhalten des HF und des Hundes wird beurteilt, ob zwischen beiden die gewünschte Verständigung vorhanden ist. Der Hund soll das gesamte Programm fröhlich erarbeiten. In den folgenden Klassen erhöhen sich die Anforderungen. Wir trainieren jede Übung einzeln ein. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schauen Sie uns doch mal beim Training zu. Barbara Keipp mit Ronja und Megan